Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen („AGB“) gelten für alle Verträge über die Nutzung der Software „Arche-Board“ („Software“ oder „Dienst“) zwischen stayBoard, handelnd unter „stayBoardApps“, Gerwigstraße 7, 78112 St. Georgen („Anbieter“) und seinen Kunden („Kunde“).

(2) Der Anbieter bietet den Dienst ausschließlich Unternehmern im Sinne von § 14 BGB an, die ihn für ihre gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit nutzen, insbesondere Tierpensionen, Hundetagesstätten und Pferdepensionen. Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, dass er als Unternehmer handelt.

(3) Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihnen ausdrücklich in Textform zu.

§ 2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden die Software „Arche-Board“ als Software-as-a-Service im Browser und als App zur Verfügung, unter anderem Belegungsplan, Buchungen, Tier- und Besitzerverwaltung, Versorgungspläne, Hundetagesstätte, Einstellverträge, Rechnungen und optionale Zusatzmodule wie das Besitzerportal.

(2) Umfang des jeweiligen Plans und zubuchbarer Module ergibt sich aus der Darstellung auf arche-board.com und in der App zum Zeitpunkt der Buchung.

(3) Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln und einzelne Funktionen ändern, soweit der vereinbarte Funktionsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird.

(4) Die Software ist ein Hilfsmittel für die Organisation des Betriebs. Erinnerungen und Checklisten, etwa zu Fütterung, Medikamenten, Impfungen oder Terminen, ersetzen nicht die eigene Sorgfalt des Kunden bei der Betreuung der Tiere. Die Verantwortung für die Versorgung der Tiere bleibt beim Kunden.

§ 3 Vertragsschluss und Probemonat

(1) Die Darstellung der Pläne ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots.

(2) Mit der Registrierung über app.arche-board.com kommt ein Vertrag über den kostenlosen Standard-Plan zustande. Im ersten Monat stehen alle Module im Rahmen des Probemonats kostenlos zur Verfügung. Danach läuft das Konto im kostenlosen Standard-Plan weiter, sofern der Kunde keinen kostenpflichtigen Plan bucht; es entstehen keine Kosten ohne eigene Buchung.

(3) Kostenpflichtige Pläne und Module bucht der Kunde in der App über den Bezahlvorgang unseres Zahlungsdienstleisters Stripe. Der Vertrag kommt mit Abschluss dieses Vorgangs zustande. Abweichende Vereinbarungen sind in Textform möglich.

§ 4 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die bei der Buchung angezeigten Preise. Es handelt sich um Endpreise; als Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG berechnet der Anbieter keine Umsatzsteuer.

(2) Kostenpflichtige Pläne und Module werden je nach Wahl des Kunden monatlich oder jährlich im Voraus abgerechnet und über Stripe mit dem dort gewählten Zahlungsmittel eingezogen. Die Rechnung erhält der Kunde per E-Mail.

(3) Schlägt eine Zahlung fehl, kann der Anbieter nach vorheriger Mitteilung den Zugang auf den kostenlosen Standard-Plan beschränken, bis der Betrag beglichen ist. Daten gehen dabei nicht verloren.

§ 5 Laufzeit und Kündigung

(1) Kostenpflichtige Pläne laufen auf unbestimmte Zeit und verlängern sich um den gewählten Abrechnungszeitraum. Der Kunde kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen, in der App über die Abo-Verwaltung oder in Textform an [email protected]. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht.

(2) Der Anbieter kann mit einer Frist von einem Monat zum Ende eines Abrechnungszeitraums kündigen.

(3) Der kostenlose Standard-Plan kann jederzeit durch Löschen des Kontos beendet werden. Gratis-Konten, die lange nicht genutzt werden, darf der Anbieter nach Ankündigung per E-Mail mit einer Frist von mindestens drei Tagen löschen.

(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(5) Nach Vertragsende stehen die Daten des Kunden 30 Tage zum Export bereit und werden anschließend gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 6 Nutzungsrechte

(1) Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Recht, die Software im gebuchten Umfang für eigene betriebliche Zwecke zu nutzen.

(2) Eine Weitergabe an Dritte oder eine Nutzung über die Zahl der gebuchten Benutzer und Plätze hinaus ist nicht gestattet.

§ 7 Pflichten des Kunden

(1) Der Kunde ist für die Richtigkeit seiner Eingaben und die Vertraulichkeit seiner Zugangsdaten verantwortlich und informiert den Anbieter unverzüglich über einen Missbrauch seines Kontos.

(2) Für personenbezogene Daten seiner Kundinnen und Kunden (z. B. Tierbesitzer und Einsteller) ist der Kunde datenschutzrechtlich Verantwortlicher und stellt sicher, dass er sie verarbeiten darf. Das gilt auch für Fotos in Tagesberichten und für Links zum Besitzerportal, die er weitergibt.

(3) Rechnungen und Rechnungsentwürfe, auch aus der Monatsabrechnung für Einsteller, prüft der Kunde vor dem Versand selbst.

§ 8 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten der Kundinnen und Kunden des Kunden verarbeitet, tut er das ausschließlich weisungsgebunden als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO.

(2) Einzelheiten regelt die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV), die Bestandteil dieser AGB ist. Eine unterschriebene Fassung gibt es auf Anfrage an [email protected].

(3) Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.

§ 9 Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine möglichst unterbrechungsfreie Verfügbarkeit, garantiert aber keine bestimmte Verfügbarkeit (SLA).

(2) Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit angekündigt und außerhalb der Hauptnutzungszeiten durchgeführt.

§ 10 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden, höchstens auf die vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem Schadensereignis gezahlten Entgelte.

(3) Die Haftung für Datenverlust ist auf den Aufwand begrenzt, der bei regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung angefallen wäre.

(4) Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Absatz 1 bleibt unberührt.

§ 11 Änderung dieser AGB

(1) Der Anbieter darf diese AGB für die Zukunft ändern, soweit dies wegen geänderter Rechtslage oder technischer Weiterentwicklung nötig ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.

(2) Änderungen werden mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten sie als angenommen. Auf Frist und Folge weist die Mitteilung gesondert hin.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters (St. Georgen).

(3) Sind einzelne Bestimmungen unwirksam, bleibt die Wirksamkeit der übrigen unberührt.

Stand: 4. November 2026